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Landrat Albers und Bürgermeister Petri gratulieren dem Krankenpflege-Förder-Verein Hünstetten zum ersten Preis.

„Der Demografische Wandel braucht engagierte Akteure“

Landrat Albers verlieh ersten Demografie-Preis des Rheingau-Taunus-Kreises / Viele Akteure sind ehrenamtlich tätig

„Der Demografische Wandel ist in aller Munde. Die Zeitungen berichten fast täglich von den Auswirkungen, die auf uns alle zukommen“, betonte Landrat Burkhard Albers anlässlich der Verleihung des ersten Demografie-Preises des Rheingau-Taunus-Kreises. Albers wies dabei auf die Studien hin, die erstellt wurden. Fundierte Statistiken liegen auch für den Rheingau- Taunus-Kreis vor. Albers: „All diesen Studien und Berechnungen ist eine Erkenntnis gemeinsam: Wir können den demografischen Wandel nicht aufhalten.“
Die Aufgabe sei es aber, den demografischen Wandel zu gestalten, was aber nur gemeinsam als Gemeinschaftsaufgabe vieler Akteure geschehen könne. Im Rheingau-Taunus-Kreis gebe es zum Glück bereits viele solcher Akteure, die sich in den regionalen Demografie-Dialogen engagieren. Anregungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge aus ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen vor Ort einbringen und damit den Kreis bei der Umsetzung zukünftiger Projekte beraten und unterstützen.
Im Rheingau-Taunus-Kreis gibt es aber auch Institutionen und Vereine, die bereits jetzt aktiv in diese Richtung wirken, die ihre eigenen Gestaltungsideen entwickeln und auch schon in die Tat umgesetzt haben. Dazu gehören die Preisträger des ersten Demografie-Preises, dessen Motto „Balance zwischen Familien- und Erwerbsleben“ lautete. Jene Vereine und Institutionen sorgen dafür, dass Familien, die ältere oder kranke Familienmitglieder oft jahrelang zuhause pflegen, Hilfe und Entlastung erhalten und sei es nur für einige Stunden, um selbst einmal durchatmen und Kraft sammeln zu können. Landrat Albers: „Für solche Ereignisse und Notfälle, die bei jedem von uns eintreten können, die jeden von uns treffen können, stehen die Menschen bereit, die ich heute mit dem Demografie-Preis auszeichnen darf.“
Aus insgesamt 13 Vorschlägen hat die Lenkungsgruppe Demografie vier Projekte ausgewählt, die der Jury zur Bewertung nach den festgelegten Kriterien vorgelegt wurden. Nach einem Informationsgespräch vor Ort wurden diese bewertet und über die Platzierung durch die Jury entschieden.
Landrat Albers zeichnete anschließend die Preisträger aus. Der 1. Platz ging an den Krankenpflege-Förder-Verein Hünstetten, der wertvolle Arbeit für die Menschen im unmittelbaren Umfeld in Hünstetten leistet. Die umfassende Betreuung in der häuslichen Pflege über die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen, standardisierten und auch zeitlich eng begrenzten Aufgaben hinaus, ist dem Verein ein besonderes Anliegen.. Neben dem leiblichen Wohl liegt ihm auch das seelische Wohl der Pflegebedürftigen am Herzen. „Das erfordert ein hohes Maß an persönlichem und zeitlichem Einsatz. Ihr unermüdliches Engagement und Ihr Einsatz für die Allgemeinheit möchte ich mit Verleihung des 1. Preises ganz besonders würdigen“, so Albers.
Der 2. Platz ging an den Nachbarschafts- und Generationenhilfeverein Schlangenbad, der das Vereinsmotto „Gemeinsam statt einsam“ lebt. Die generationenübergreifenden Angebote des Vereins übernehmen ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus dieser Arbeit viele Positives ziehen. Hierbei geht es vordergründig um schnelle Hilfe in Notsituationen nicht um professionelle Pflege oder Dauerbetreuung. Neben der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich bieten Sie gemeinsame Aktivitäten für Jung und Alt an.
Die Entscheidung der Jury für den 3. Platz fiel auf HUFAD – Häusliche Unterstützung für Alzheimer und Demenzpatienten. Albers: „Wer schon einmal mit der Pflege von Alzheimer- oder Demenzpatienten betraut war, weiß, wie zeitaufwändig, kräftezehrend und auch nervenaufreibend diese Aufgabe ist. Sie unterstützen mit Ihrem Angebot in beispielhafter Weise die pflegenden Familienangehörigen und sorgen für Verschnaufpausen im Alltag.“ Mit dieser Hilfe wird es möglich, den kranken Familienmitgliedern einen möglichst langen Aufenthalt in ihrer gewohnten Umgebung zu schenken.
Zusätzlich wurden die Ferienspielen in Waldems gewürdigt. Das Betreuungsangebot der Gemeinde Waldems erfüllt in besonderem Maße das Thema der Ausschreibung „Balance zwischen Familien- und Erwerbsleben“ und trägt damit zu einer wesentlichen Entlastung für Berufstätige bei. Die dreiwöchige, ganztägige Betreuung über Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien verteilt, nimmt berufstätigen Eltern einen erheblichen Teil dieser mühevollen Betreuungsorganisation ab.